Klein und voller Leben

Die blau-grün schillernde Libelle, die über dem Weiher schwebt, zieht die Aufmerksamkeit sofort auf sich - ein Augenschein an einem Weiher im Sommer. Unter ihr treibt ein Wasserfrosch an der Wasseroberfläche. Eine unvorsichtige Bewegung des Beobachters - und er taucht ab und verschwindet im dichten Gewirr der Wasserpflanzen. Er muss sich sein Versteck mit anderen Tieren teilen. Einige Wasserkäfer kämpfen sich ebenfalls durch das Dickicht. In Ufernähe gleitet eine Spitzschlammschnecke langsam, aber stetig über den Teichboden. Sie hat keine Eile, denn ihre Nahrung sind Algen, und die laufen nicht weg. Neben der Schnecke haben sich Kaulquappen in schwarzen, wuselnden Gruppen versammelt. Ob sie die Libellenlarve, für die sie eine fette Beute abgäben, wohl bemerkt haben?

Vorkommende Pflanzenarten:

Vorkommende Tiere:

Austrocknende Tümpel - ein Paradies für Spezialisten

Tümpel, die in Trockenperioden austrocknen, sind Kleingewässer mit eigenen Gesetzmässigkeiten. Hier leben Spezialisten - Lebewesen, die es schaffen, mit den dauernd wechselnden Umweltbedingungen zurechtzukommen. So bilden zum Beispiel Wasserflöhe (mikroskopisch kleine Wasserkrebse, die kein Blut saugen) Dauereier. Diese besitzen eine derbe Schale, die das Ei vor Austrocknung und Frost schützt. Wenn sich beim nächsten Regen der Tümpel erneut füllt, entwickeln sich aus den Dauereiern sofort wieder junge Wasserflöhe. Denn die meisten ihrer Feinde sind in der Trockenperiode zugrunde gegangen und müssen erst erneut einwandern. Eine paradiesische Zeit für die kleinen Wasserkrebse und anderen überlebenskünstler.

Tümpel, Weiher, Gräben im Reussdelta
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